sportnetzwerk

die qualitätsoffensive im sportjournalismus

18. September 2009

Bitte vormerken: 2. Sportjournalismus-Konferenz im April 2010

Zum Vormerken: Der 1. Sportjournalismus-Konferenz im Februar 2008, der ersten dieser Art überhaupt, folgt demnächst eine zweite Konferenz – am 9. und 10. April 2010. Wieder an der TU Dortmund, wieder eine Kooperation von Institut für Journalistik und sportnetzwerk, wieder geht es um Qualitätssicherung im Sportjournalismus – um was sonst?

Hatten wir die Konferenz vor 19 Monaten noch mit ”Unter Druck” betitelt, so sind wir diesmal geneigt zu fragen:

Wozu brauchen wir in der PR-Gesellschaft noch (Sport)journalisten?

Diese Frage und viele sich daraus ableitende Fragen sind berechtigt. Denn die Kommunikationsherrscher machen doch schon alles selbst – und kaufen dafür gern auch Journalisten ein. Machen wir uns nichts vor: Journalisten sind ersetzbar. Das wird täglich bewiesen. Wir* aber möchten jenen, die sich nicht ersetzen lassen wollen, Anregungen geben. Auch Mut machen, darf man das sagen? Ein bisschen Wissen, Diskussionen und der Blick über den Tellerrand hinaus können gewiss nicht schaden. Wir werden kein Manifest schreiben, sondern praxisnah agieren. Der Workshop-Charakter, den wir schon bei der ersten Konferenz mit 25 Angeboten forciert haben, wird weiter dominieren – diesmal mit mehr Schwerpunkten zum Lokalsportjournalismus, zum Bloggen und mit mehr Möglichkeiten, im Programm auf spannende Debatten und Interessenlagen zu reagieren.

Einige grundsätzliche Themen:

  • Wie können freie Journalisten (und Blogger) Recherchejournalismus finanzieren?
  • Journalismus (und Bloggen) im juristisch bedrohten Raum
  • Crossmediales Arbeiten
  • Computer Assisted Reporting
  • Umgang mit Informationsfreiheitsgesetz(en)

Diese Ankündigung konnte nicht früh genug kommen. Die Eckdaten haben wir am 17. September in Dortmund besprochen und uns dabei an der Umfrage zur Konferenz 2008 orientiert**, nun geht es an die organisatorische und inhaltliche Ausgestaltung, Sponsorengewinnung etc. Ich denke, spätestens Anfang November werden wir ein detailliertes Programmangebot vorlegen. Die Diskussion ist schon mal eröffnet. Ideen, Anregungen und tatkräftige Unterstützung sind jederzeit willkommen.

* Stefanie Opitz, Angelika Mikus, Jens Weinreich – wer mag, kann uns “Projektgruppe” nennen.

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** Noch einmal die Ergebnisse der Umfrage während der Konferenz 2008:

Was hat Ihnen am besten gefallen?

  • viele Referenten, gute Organisation (2)
  • Praxisbezug im Wechsel mit theoretischen Themen
  • Organisatorische und inhaltliche Vielfalt
  • Dass es endlich derartige Veranstaltungen gibt
  • Echte Konferenzatmosphäre
  • Workshop zu Hoyzer: spannender Vortrag, gute und konträre Diskussion
  • Auswahl der Sessions
  • Vortrag „Ethik“ von Prof. Eurich (4)
  • David Walsh
  • Vortrag Brandt „Breitensport“ (2)
  • Austausch mit anderen Kollegen
  • Workshops mit Einblick Praxis
  • Kontroversen, gute Streitkultur (5)
  • Lebhafte Darstellung von Referenten
  • Hohe Kompetenz, Breite der Themen, angenehme Atmosphäre und tolle Organisation der TU-Leute (sehr nett)
  • Dass es Kollegen gibt, die die gleichen Fragen stellen und ähnlich denken
  • Prominente Besetzung – auch international 
  • Alle Medien thematisch besetzt
  • Entspannte Grundstimmung
  • Verbindung Journalismus-Praxis und Wissenschaft
  • Exzellente Redner
  • Austausch von Wissenschaft und Publizistik
  • Neue Medien
  • Geballte Fachkompetenz (3)
  • Offenheit und Zugänglichkeit der Redner (2)
  • Veranstaltungsort, Essen
  • Praxis-Workshops (2)
  • Kontakte
  • Vortrag von Hajo Seppelt (2)
  • Weinreich, Kistner, Eurich (Vortrag, nicht Diskurs)
  • Kontakt zu den „Großen“, Einblick in deren Arbeit (3)
  • Themenvielfalt
  • Mut zu Überstunden bei interessanten Diskussionen
  • Vorträge über investigativen Journalismus 
  • Andrew Jennings lebhafte Darstellung
  • Zeit für Gespräche mit anderen Teilnehmern
  • Blog-Diskussion

Was fanden Sie überflüssig?

  • zu viel Doping (3)
  • einige Präsentationen der Diplomarbeiten
  • besser je eine Schiene Theorie, einmal Praxis (eigene Schwerpunkte kann man so besser legen)
  • Theveßen: Hat sich nicht mal bemüht, die Funktion von Terror und Doping zu begründen
  • Grußworte
  • Hartmann: Rede von Propagandamaschine ließ die Gesellschaft als totalitär erscheinen
  • Größere Themenpalette, mehr Kontroversen
  • Vortrag von Marcus Bölz
  • Vortrag von Michael Schaffrath
  • Zu viele Themen, zu wenig Raum für Diskussionen
  • Zu große Schwerpunktsetzung auf den nicht-aktuellen Bereich
  • Viele Workshops parallel, so dass man wichtiges versäumen musste
  • Programm etwas überfrachtet, zeitlich knapp kalkuliert
  • Technische Probleme, zeitliche Verschiebungen (2)
  • Für kleinere Zeitungen sind viele Ansätze zu elitär (Idealzustände, wie sie bei der SZ bestehen)
  • weniger ist mehr
  • zu viele Workshops
  • zu wenig Pausen

Wenn die Tagung wiederholt wird, welche Vorschläge haben Sie für Themen und Referenten?

Inhalte:

  • Inhalte und Defizite der lokalen Sportberichterstattung
  • Beziehung Sport – Journalismus direkt diskutieren
  • Umgang mit Quellen, Informanten
  • Lokalsport (8)
  • Readerscan
  • Recherchehilfen
  • mehr Online-Themen
  • Tipps für Archivierung von Zitaten
  • aktuelle Arbeitsmarktsituation, Ausbildung
  • Selbstverständnis
  • vernachlässigte Themen in der Sportberichterstattung
  • Medienrecht, Informationsschutz
  • Wie lässt sich Arbeit für Webcontent finanzieren?
  • 3-Klassen-Gesellschaft: Print-Hörfunk-TV
  • konkrete Praxisbeispiele
  • wirtschaftliches Kalkül – der Journalist zwischen Auflagenentwicklung und Anzeigenaufkommen
  • weniger Vortrag, mehr Praxisbeispiele
  • Spannungsfeld Boulevardmedien

Referenten:

  • Herr Bette
  • Sportler einladen
  • mehr Entscheidungsträger und Programmverantwortliche (2)
  • Werner Franke
  • Siegfried Weischenberg
  • weiter internationalisieren
  • wo war die 11Freunde?

Wenn die Tagung regelmäßig stattfindet, was wäre ein angemessener Turnus?

  • einmal im Jahr (20)
  • alle zwei Jahre (8)
  • halbjährlich + viele kleinere Workshops
  • zweimal im Jahr (5)

Sonstige Anmerkungen:

  • angenehm lockere Atmosphäre
  • nicht mehr Formalien als nötig
  • „toll, dass ihr das gemacht habt“
  • gute Organisation
  • „Danke“
  • tolle Veranstaltung, bitte wieder!
  • seit 20 Jahren auf solch eine Veranstaltung gewartet
  • spezielle Tagung für Lokalsport- und Nachwuchsjournalisten
  • Abschlussmappe für alle Teilnehmer
  • Liste WG/Mitfahrgelegenheiten (2)
  • Teilnehmerliste (2)
  • Besseres Zeitmanagement nötig!
  • Wäre schön, wenn’s wirklich weitergeht
  • Eine hervorragende Tagung
  • Toll, dass Studenten kostenlose Teilnahme ermöglicht wird (2)
  • Reflexion ist wichtig, aber: Den Blick für die Realität nicht verlieren.
  • Größere Räumlichkeiten
  • Möglichst viele Handouts etc. ins Netz

1 Kommentar(e)

  1. Naussed | 5. Nov 2009 | Reply

    Offener Brief an DFB-Präsident Theo Zwanziger. Wir lieben Frieden.

    Lieber Sportsfreund Dr. Zwanziger. Sie haben es in ihrer Funktion als DFB – Präsident, nach solchen Krawallen wie jetzt in Rostock, sicher nicht leicht.

    Wenn allein die Personalkosten für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen deutlich über 100 Millionen Euro liegen, dann ist es an der Zeit, dass auch Sie handeln und grundlegend etwas verändern.

    Im Sport hat das Mentaltraining riesige Veränderungen gebracht. Leistungssteigerungen von denen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, „nie zu träumen“ gewagt haben.

    Wenn ich auch oft das Gefühl habe, dass im Mannschaftssport der Satz von Boris Becker: „Gewonnen oder verloren, wird zwischen den Ohren“ noch nicht ganz angekommen ist. Viele glauben immer noch, es käme nur auf die Füße an. Sie glauben das hoffentlich nicht.

    Sie als DFB-Präsident wissen es. Mentaltraining ist im Sport das wichtigste Training überhaupt. Wer heute Top Leistungen erbringen will, kommt ohne Mentaltraining doch noch nicht einmal ins Stadion, geschweige denn auf den Platz.

    Sie Herr Dr. Zwanziger haben es in der Hand. Sorgen Sie ab HEUTE dafür, dass nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer trainiert werden. Trainiert für friedliche Spiele und Frieden im Stadion und vorm Stadion.

    „Wir lieben Frieden“ MUSS in die Köpfe der Spieler und der Besucher.

    Das kostet keine 50 oder 100 Millionen Euro. Es ist einfach zu machen und bestimmt wirkungsvoller als Kolonnen von Polizeifahrzeugen.

    Einem DFB-Präsidenten muss man ja nicht die Wirkung von Gedanken als Mentaltraining erklären. Bei unserm Bundespräsidenten Dr.Horst Köhler werde ich noch einmal den Versuch unternehmen.

    „Wir lieben Frieden“ sind nur 3 Worte, die auf jeder Eintrittskarte, in jedes Stadion gehören.

    „Wir lieben Frieden“ sind 3 Worte, die vor jedem Eingangstor aller Sportstätten gehören.

    „Wir lieben Frieden“ sind nur 3 Worte, die auf jedem Stadionbanner 4-mal Platz haben.

    „Wir lieben Frieden“ sind nur 3 Worte, die auf jeder Bekanntmachung Platz haben.

    „Wir lieben Frieden“ sind nur 3 Worte mit einer enormen mentalen Wirkung.

    Als Sportsfreund wissen Sie, welche enorme Macht Gedanken auf die Leistungen der Sportler haben.

    Lassen Sie uns diese Kraft, das ungenutzte Potenzial ihrer Besucher, dazu nutzen die Randale zu reduzieren. Stecken wir uns gemeinsam das Ziel:

    „Reduzierung der Personalkosten für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen von deutlich über 100 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro, in einem Jahr“

    Wenn Vereine, Presse, Fernsehen und Rundfunk, vielleicht auch unser Bundespräsidenten Dr.Horst Köhler, mitmachen, ist dieses Ziel erreichbar.

    Bitte, Herr Dr. Zwanziger, werden Sie jetzt aktiv. Ihre einfache Aufgabe: Geben Sie diese Aufforderung an ihre Vereine, mit der Bitte um Ausführung, weiter.

    Gedanken sind ein mentales Saatgut, ernten werden ALLE die Frieden lieben.

    Wir wollen alle, gesund, fit und aktiv bis ins hohe Alter bleiben, dazu brauchen wir den Frieden.

    „Wir lieben Frieden“!

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