DFB ./. Jens Weinreich: Spendenaufruf
von admin | 2 Kommentare
In der juristischen Auseinandersetzung mit dem Deutschen Fußball-Bund und dessen Präsidenten Theo Zwanziger hat Jens Weinreich, Mitbegründer des sportnetzwerks, bislang vor Gerichten in Berlin und Frankfurt am Main fünf Siege eingefahren. Vier Beschlüsse und ein Urteil für Weinreich – Null für den DFB. Doch der steinreiche Verband geht immer weiter, setzt auf Zeit und Geld. Und Weinreich, kürzlich als Sportjournalist des Jahres und Onlinejournalist des Jahres ausgezeichnet, kann die Auseinandersetzung nicht mehr finanzieren. Er hat auf seinem Blog zu Spenden aufgerufen. Der Aufruf wird von prominenten Bloggern wie Stefan Niggemeier, Thomas Knüwer und Sascha Lobo und auf vielen anderen Blogs unterstützt.
Jens Weinreich schreibt u. a.:
Im Wochenrhythmus steigen die Kosten, sie könnten leicht explodieren und sich verdoppeln, sollte ich einmal vor Gericht unterliegen, was ja denkbar ist, dann kämen die gegnerischen Anwalts- und weitere Verfahrenskosten hinzu. Der Umstand, dass ich im Spätherbst 2008 rund vier Wochen keine Einnahmen hatte, weil ich mich um diese Auseinandersetzung kümmern musste, macht es nicht einfacher. Jemand hat mir mal überschlagen, dass es 70.000 Euro sein könnten, würde ich in einigen Jahren in der letzten Instanz unterliegen. Nur so, als grob geschätzte Hausmarke.
Die Strategie der Gegenseite, wenn ich das so bezeichnen darf, zeichnet sich relativ klar ab, was mir auch durch Personen, die dem DFB nahe stehen (ich hoffe, mich auf den Quellenschutz berufen zu dürfen), vermittelt wird. Achtung, dies ist eine weitere Meinungsäußerung, mein Eindruck: Die Gegenseite versucht alles, um die drei juristischen Handlungsstränge auszuweiten, die Sache in die Länge zu ziehen und das finanzielle Risiko für mich zu erhöhen, nebst nervlicher Belastung. Da passieren abstruse Dinge. Da wird dann eben auch, nicht nur einmal, über die Rechtmäßigkeit der Zustellung eines Gerichtsbeschlusses per Fax gestritten, nachzulesen etwa in diesem Urteil.
Die drei Handlungsstränge habe ich schon einmal skizziert. Von einem Laien für Laien, für Juristen ist das nichts Neues:
- Das Landgericht und das Kammergericht Berlin sind nicht der Meinung, dass der DFB/der DFB-Präsident mir die Kommentierung “uD” aus dem Juli 2008 untersagen dürfen und meinen, dass diese Kommentierung vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist. Ob der DFB/sein Präsident ins Hauptsacheverfahren einsteigen, ist unklar. Dazu gab es etliche widersprüchliche Aussagen.
- Am Landgericht Berlin habe ich eine einstweilige Verfügung gegen eine DFB-Pressemitteilung erwirkt. Gegen zwei Unterpunkte dieser Verfügung hat der DFB Widerspruch eingereicht, das Landgericht bestätigt im Urteil vom 20. Januar 2009, das nach mündlicher Verhandlung erging, diese Verfügung. Dagegen hat der DFB Berufung eingelegt. Schon vorher hatte die Gegenseite mich aufgefordert, ins Hauptsacheverfahren zu gehen. Diese Hauptsacheklage haben wir fristgemäß am 23. Januar eingereicht, sonst wäre – so ist mein Verständnis – die Verfügung nicht mehr gültig gewesen.
- Am Landgericht Frankfurt am Main habe ich eine Gegendarstellung gegen einige Punkte der o. g. DFB-Pressemitteilung erwirkt. Wir haben später auch beantragt, den DFB durch Verhängung eines empfindlichen Zwangsgeldes zur Verbreitung der Gegendarstellung anzuhalten. Der DFB hat Widerspruch eingereicht, wollte den Streitwert des Verfahrens erhöhen (was das Gericht ablehnte) und bestritt die Rechtmäßigkeit der Zustellung der Verfügung per Telefax.
Zur mündlichen Verhandlung über den Widerspruch zu Punkt 3 kommt es am 5. März 2009, 11.30 Uhr, am Landgericht Frankfurt am Main: Raum 391, Geb. B, im Justizgebäude, Gerichtsstr. 2. Ich werde dort sein. (…)
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Martina Wiebitte | 1. Mär 2009 | Reply
Und wie man entnimmt,ist hier NOCH lange nicht das Ende der Fahnenstange zusehen. Und da frage ich mich: Auf welchem Wasser laufen sie den die DFB-Gewaltigen ? Meinen sie gleich nach Jesus zukommen. Soviel Unglaublichkeit,wie hier im Umlauf kommt, geht ja garnicht.Wenn man als DFB eigentlich ein Multiplikator in der Gesellschft sein will.Sind sie nun nich mehr.Diese perfide Spiel gegen Jens Weinreich bedeutet: ” Doppelte Rote Karte!!!” Und der Verlust ein moralische Instanz in diesem Land zusein!
Abpfiff an diese da!!