Affäre Theo Zwanziger: DFB-Präsident tauscht Pressefreiheit gegen Diffamierung
von Grit Hartmann | 45 Kommentare
Das sportnetzwerk fordert Widerruf von Theo Zwanziger
Die im sportnetzwerk, der Qualitätsoffensive im Sportjournalismus, verbundenen Journalisten, Wissenschaftler und Sympathisanten fordern den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, unverzüglich mit einer öffentlich wahrnehmbaren und eindeutigen Geste die Diffamierung des sportnetzwerk-Mitgründers Jens Weinreich zu beenden.
Jens Weinreich – Wächterpreisträger, Buch- und Filmautor, international anerkannter Experte für Sportpolitik, langjähriger Sportchef der Berliner Zeitung – wurde vom DFB am 14. November in einer bislang beispiellosen Art und Weise verleumdet. Nachdem der DFB in der rechtlichen Auseinandersetzung um einen Blog-Kommentar von Weinreich zu Zwanzigers Äußerungen gegen Pläne des Bundeskartellamtes und die Formulierung, Zwanziger sei ein „unglaublicher Demagoge”, vor dem Landgericht und dem Kammergericht Berlin unterlegen war, verbreitete der DFB eine Pressemitteilung, in der diese Gerichtsbeschlüsse verschwiegen wurden. Stattdessen wurde Jens Weinreich vom DFB-Präsidium, vom DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und vom DFB-Pressesprecher Harald Stenger mit Unwahrheiten und diffamierenden Behauptungen überzogen. Generalsekretär Niersbach hat mehr als 100 Exponenten der Sportpolitik – unter ihnen DOSB-Präsident Thomas Bach, die Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses sowie die Spitzen von DFB und Deutscher Fußball-Liga (DFL) – aufgefordert, die Diffamierungen „argumentativ zu verwerten”.
Dieses gezielte Einwirken auf Weinreichs Berufsumfeld ist ein Versuch, das in diesem Fall zweifach juristisch bestätigte Grundrecht auf Meinungsfreiheit auszuhebeln. Es ist eine Handlungsanweisung zur Aushöhlung der Pressefreiheit.
Theo Zwanziger rechtfertigt diese Aktion weiterhin. Wahrheitswidrig behauptete er an diesem Wochenende, der DFB habe die Gerichtsbeschlüsse “nie verschwiegen”. Dass Jens Weinreich sie öffentlich machte, deutete der frühere Richter zu “Angriffen” um.
Aidan White, Generalsekretär des Internationalen Journalistenverbandes (IFJ), hat das Vorgehen des DFB bereits am 18. November in scharfer Form verurteilt: als „schockierendes Beispiel für die Einschüchterung eines Journalisten, der eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse aufgegriffen hat”. Unter dem Druck dieser Resolution und dem Druck der Öffentlichkeit haben der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) den DFB aufgefordert, er solle diese „Auseinandersetzung beilegen” und Jens Weinreich nicht „öffentlich anprangern”.
Wir erwarten, dass das DFB-Präsidium und sein Präsident Theo Zwanziger die Pressemitteilung vom 14. November unverzüglich widerrufen, diese Pressemitteilung von der Homepage des DFB zurückziehen und sämtliche Empfänger über diesen Widerruf und über die vorliegenden Gerichtsbeschlüsse informieren.
Wir halten es für angebracht, dass das DFB-Präsidium und sein Präsident Theo Zwanziger gegenüber Jens Weinreich in angemessener Form Bedauern über die Pressemitteilung zum Ausdruck bringen.
Wir halten es für wünschenswert, dass DJV und VDS sich in der Causa klarer als bisher zugunsten eines unabhängigen Journalismus positionieren.
Wir würden es begrüßen, sollte der VDS das Agieren der für die Pressemitteilung verantwortlichen VDS-Mitglieder Wolfgang Niersbach und Harald Stenger thematisieren.
Das sportnetzwerk äußert sich erst jetzt zu diesem Vorgang, weil Jens Weinreich darum gebeten hatte, eine bereits vorbereitete Erklärung nicht zu veröffentlichen, um etwaige Vorwürfe einer Instrumentalisierung der von ihm mitgegründeten Initiative zu vermeiden. Inzwischen aber halten die Unterstützer des sportnetzwerks Stellungnahme für geboten – angesichts der grundsätzlichen Bedeutung des Falles für die Pressefreiheit in Deutschland, angesichts der ausbleibenden Umkehr des DFB und seines Präsidenten Theo Zwanziger, angesichts des Schweigens des involvierten Sport-Dachverbandes DOSB.
Für den DFB, dem derzeit aus den neuen Medien, in Qualitätsblogs und Fanforen im Internet, aber auch aus Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen über die deutschen Grenzen hinaus Empörung entgegen schlägt, kann dieser Fall schon jetzt als Kommunikationsgau eingeordnet werden. Der Fall beweist eindrücklich Möglichkeiten und Transparenz, die das Internet bietet. Die laut Theo Zwanziger angestrebte “Kommunikationsherrschaft” ist ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten und totalitären Staaten.
Wir stellen fest: DFB-Präsident Theo Zwanziger hat in der Affäre Kredit und Ansehen in der Medienwelt und unter über die Angelegenheit gut informierten Freunden des Sports verspielt. Sein Verhalten sorgt bereits für kritische Debatten rund um die Verleihung des Preises „Gegen Vergessen – Für Demokratie”.
Wir stellen fest: Die Attacke gegen Jens Weinreich bedroht nicht nur den Ruf und die Arbeit eines einzelnen, herausragenden Journalisten. Sie steht für die Besorgnis erregenden Tendenzen, dass einflussreiche Sportorganisationen, nach ihren Statuten dem Allgemeinwohl verpflichtet, selbst vor Verunglimpfung nicht zurückschrecken, um gegen kritische Journalisten Stimmung zu machen und andererseits weite Teile der Sportpresse zu instrumentalisieren. Dagegen wendet sich das sportnetzwerk seit seiner Gründung vor drei Jahren. Die Auseinandersetzung mit derartiger Propaganda einer Allianz aus Sport, Wirtschaft, Politik und sogar aus den Medien, die als Journalismus getarnte Public Relation organisiert, war eines der Hauptthemen der Sportjournalismuskonferenz im Februar 2008, die das sportnetzwerk gemeinsam mit dem Institut für Journalismus der TU Dortmund für mehr als 170 Teilnehmer aus acht Ländern ausgerichtet hat.
Das sportnetzwerk ist davon überzeugt, dass Journalistinnen und Journalisten dem Druck machtbewusster Sportorganisationen, Sportpolitiker und Wirtschaftsvertreter zu begegnen wissen und sich in kritisch-distanzierter Berichterstattung nicht beirren lassen.
Zugleich ist dies ein Appell zur Unterstützung und Solidarität mit Jens Weinreich.
Erstunterzeichner
- Jens Sejer Andersen, Director Play the Game, Kopenhagen
- Ferry Batzoglou, freier Journalist, Athen
- Prof. Dr. Karl-Heinrich Bette, TU Darmstadt
- Ronny Blaschke, freier Journalist, Berlin
- Javier Caceres, Süddeutsche Zeitung, Madrid
- Erik Eggers, freier Journalist, Wulfsmoor
- Herbert Fischer-Solms, Deutschlandfunk, Köln
- Oliver Fritsch, direkter-freistoss.de, Hamburg
- Ezequiel Fernández Moores, ANSA und La Nación, Buenos Aires
- Prof. Ines Geipel, Schriftstellerin, Berlin
- Michael Gernandt, ehem. Sportchef Süddeutsche Zeitung, München
- Thomas Hahn, Süddeutsche Zeitung, München
- Grit Hartmann, freie Journalistin, Leipzig
- Anno Hecker, Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Wolfgang Hettfleisch, Frankfurter Rundschau
- Andrew Jennings, freier Autor, London
- Jürgen Kalwa, freier Journalist, American Arena, New York
- Thomas Kistner, Süddeutsche Zeitung, München
- Barbara Klimke, Journalistin, London
- Frank Mertens, Journalist, Berlin
- Jan Mühlethaler, Neue Zürcher Zeitung
- Thomas Purschke, freier Journalist, Steinbach-Hallenberg
- Astrid Rawohl, Deutschlandfunk, Köln
- Michael Reinsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Berlin
- Jürgen Roth, Autor und Korruptionsexperte, Frankfurt am Main
- Allon Sander, freier Journalist, Israel
- Holger Schück, freier Journalist, Berlin
- Hajo Seppelt, freier Journalist, Berlin
- Kirsten Sparre, freie Journalistin, Kopenhagen
- Jean François Tanda, SonntagsZeitung, Zürich
- Pablo Vignone, Chefredakteur Página/12, Buenos Aires
- Lars Werge, Ekstrabladet, Kopenhagen
- Matthias Wolf, freier Journalist, Berlin
Zur Unterzeichnung stehen Ihnen in den Blogs sportnetzwerk und Jens Weinreich die Kommentarspalten offen.
Die komplette Dokumentation inklusive der Gerichtsbeschlüsse zum Vorgang DFB ./. Weinreich und derzeit rund 180 Links zu Veröffentlichungen über den Fall finden Sie im Blog von Jens Weinreich.
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Andreas Bischof | 23. Nov 2008 | Reply
Ich bin davon überzeugt, dass Journalistinnen und Journalisten dem Druck machtbewusster Sportorganisationen, Sportpolitiker und Wirtschaftsvertreter zu begegnen wissen und sich in kritisch-distanzierter Berichterstattung nicht beirren lassen.
Zugleich ist dies ein Appell zur Unterstützung und Solidarität mit Jens Weinreich.
Andreas Bischof
Jochen Leufgens | 23. Nov 2008 | Reply
Unterzeichne und unterstütze die Forderung des sportnetzwerks,
Jochen Leufgens, ARD-Dopingredaktion, Köln
Stefan Behning | 23. Nov 2008 | Reply
Herr Theo Zwanziger scheint die Transparenz des Internets gehörig zu unterschätzen. Die Medienkritik der heutigen Zeit findet (vor allem) im Internet, speziell in Blogs, statt.
Informationen lassen sich hier schnell, übersichtlich und nachvollziehbar darstellen.
Den Rezipienten wird hier zudem die Möglichkeit der unmittelbaren Interaktion gegeben.
Der plumpe Versuch des Herrn Zwanziger,die Pressefreiheit in diesem Fall aus den Angeln zu heben – um im gleichen Atemzug zu beklagen, dass man ohne die Kommunikationsherrschaft ein Verlierer sei – ist anmaßend und absurd zugleich.
Der gesamte Vorgang ist schockierend – die Angelegenheit wird uns sicher weiter beschäftigen.
Herr Zwanziger sei neben dem Blick in den Duden (Stichwörter: Demagoge, Pressefreiheit, Transparenz u.v.m) auch eine intensivere Beschäftigung mit dem für ihn sicher neuen Phänomen “Blog” empfohlen. Die in Blogs geschaffene Transparenz schafft Vertrauen und macht Missstände sichtbar.
Herr Zwanziger lässt jegliche Transparenz vermissen und stellt sich so mustergültig selbst ins Abseits.
Ich begrüße die Initiative des Sportnetzwerks und kann mich den gestellten Forderungen nur anschließen.
Stefan Behning
Monika Mischke | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die hier formulierte Forderung des sportnetzwerks.
Monika Mischke, Bad Vilbel
Sascha Knöchel | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderungen.
Insbesondere:
“Wir halten es für wünschenswert, dass DJV und VDS sich in der Causa klarer als bisher zugunsten eines unabhängigen Journalismus positionieren.”
Sascha Knöchel
Mitglied BJV / DJV
Robert Kempe | 23. Nov 2008 | Reply
Auch ich unterstütze die Forderung und unterzeichne.
Robert Kempe, freier Journalist, Berlin
Holger W. Sitter | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne und unterstütze die Forderung des sportnetzwerks in vollem Umfang.
Holger W. Sitter, Dortmund
Sportjournalist
Mitglied DJV
Prof. Dr. Diethelm Blecking | 23. Nov 2008 | Reply
unterstütze und unterzeichne den Aufruf. Der DFB widerspricht hier seiner wohltuenden und vielversprechenden gesellschaftlichen Öffnung der letzten Jahre. Warum?
Nicole Selmer | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Erklärung des sportnetzwerks.
Fabian Schmidt | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne hiermit den Aufruf und unterstütze die Solidarität mit Jens Weinreich.
Dennoch sollte man sich – unabhängig von diesem Fall – bei jeglicher öffentlichkeitswirksamer Äußerung von Bezeichnungen, die irgendwie mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht werden können, distanzieren. Schon allein zum Selbstschutz.
Nichtsdestotrotz ist das Verhalten des DFB in diesem Fall absolut unprofessionell. Das Recht auf freie Meinungsäußerung muss unter allen Umständen geschützt werden und gegen die Diffarmierung einzelner Journalisten – besonders der Freien – angegangen werden.
Fabian Schmidt
Freier Journalist, München
Mitglied VDS
Lars Geiges | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne und unterstütze die Erklärung des Sportnetzwerkes.
Lars Geiges, Volontär, Volksstimme, Magdeburg
Olaf Bachmann | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderung des sportnetzwerks in vollem Umfang und unterzeichne.
Claudio Catuogno | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne und unterstütze die Forderungen des Sportnetzwerks.
Wie glaubwürdig ist ein DFB-Präsident, der seine demagogische Propagandamaschine anwirft, um die Formulierung “Demagoge” aus der Welt zu schaffen?
Claudio Catuogno, Süddeutsche Zeitung, Berlin
Hajo Seppelt | 23. Nov 2008 | Reply
Die Causa Jens Weinreich (versus Zwanziger) dürfte Sportjournalismus-Geschichte geschrieben haben.
Bei allem Ärger und Stress für den/die Beteiligten bleibt die berechtigte Zuversicht, dass dieser – quasi – “Musterfall” für unser gemeinsames Anliegen durchaus eine Menge gebracht hat.
Denn für die interessierte Öffentlichkeit ist hier in so deutlicher Form wie nie sichtbar geworden,
-
wie einflussreiche Sportorganisationen in Deutschland mit Macht und Einfluss kritischen Sportjournalismus behindern wollen
-
wie das Internet in Form der zutiefst basisdemokratischen Formen von Blogs und Foren die von anderen angestrebte “Kommunikationsherrschaft” gewinnen kann – und dabei Kreativität, Vielfältigkeit und bemerkenswerte analytische Tiefenschärfe vereint.
-
wie die “Altvorderen”-Funktionärskaste die Macht dieser Elemente des Internets als neue Medien offenbar völlig unterschätzt
-
wie sich (im Verband Deutscher Sportjournalisten, kurz: VDS) berufsständisch organisierte – vermeintliche – Sportjournalisten bereitwillig vor den Werbekarren einer Organisation spannen lassen und dabei daran beteiligt sind, Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten und Fakten zu verschweigen
-
wie schwer sich ein mit zahlreichen Sportlobbyisten besetzter Verband wie der VDS damit tut, in eindeutiger Form Position für berufsständische Grundwerte zu beziehen
-
dass in Deutschland erfreulicherweise offenbar mehr Journalistinnen und Journalisten als noch vor wenigen Jahren (darunter viele junge!) eine kritische Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung – damit auch den Sportorganisationen – einnehmen
(zumindest hört man jetzt von ihnen…)
-
dass diesem Anliegen öffentlich deutlich mehr Gehör geschenkt wird als dies noch vor wenigen Jahren denkbar war
-
und am Ende, aber
… nicht zuletzt: dass es eine große Solidarität für einen Kollegen gibt.
Kurzum: Letztlich gibt es die begründete Hoffnung, dass dieser Vorgang unabhängigen Sportjournalismus nicht geschwächt, sondern gestärkt hat. Und das wäre bemerkenswert.
Christian Putsch | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne und unterstütze die Erklärung.
Matthias Rathje | 23. Nov 2008 | Reply
Endlich klare Worte in dieser Schmierenkomödie!
Ich unterstütze und unterzeichne – hier und mit gleichem Text bei jensweinreich.de
Matthias Rathje, fassungsloser Zuschauer
Andreas Krieger | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderung des sportnetzwerks in vollem Umfang und unterzeichne.
Ute.Krieger-Krause | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne diese Erklärung und unterstütze
die Forderungen in vollem Umfang.
Ute Krieger-Krause, Magdeburg
Klaus Meßenzehl | 23. Nov 2008 | Reply
Sehr geehrte Damen + Herren
KollegInnen des Sportnetzwerks,
vielen Dank für Ihr Engagement, das ich ebenso unterstütze wie ich bereits persönlich Kontakt zu Jens Weinreich aufgenommen habe, um ihm meine Rückendeckung zuzusichern.
Gerne – und das aus tiefster Überzeugung – erweitere ich die Unterstützerliste um meine Signatur und bemühe mich zudem darum, dass meine KollegInnen der Redaktion kicker-sportmagazin und des Vereins Nordbayerischer Sportjournalisten (VNBS) davon ebenso Kenntnis erhalten wie von der gemeinsamen Pressemitteilung des DJV und VDS, um deren Aushang in den Redaktions-Schaukästen ich beim Betriebsrat des Olympia-Verlages in Nürnberg gleich nach deren Veröffentlichung gebeten hatte.
In der Hoffnung auf das nötige Maß an kollegialer Solidarität verbleibe ich
mit freund- wie sportlichen Grüßen
sowie Dank für eure/Ihre Bemühungen
K l a u s M e ß e n z e h l
SG Nürnberg Fürth 1883
(Team-Koordinator BOL- + KL-Fußball)
BJV / DJV + VNBS / VDS
Björn Tritschler | 23. Nov 2008 | Reply
Auch Ich begrüße die Initiative des Sportnetzwerks und kann mich den gestellten Forderungen nur anschließen. Es ist schier unglaublich was in den letzten Wochen in diesem Fall passiert ist. Deshalb unterzeichne ich auch gerne den Aufruf und unterstütze die Solidarität mit Jens Weinreich.
Björn Tritschler
Freier Journalist Berlin
Björn Hake | 23. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderung des sportnetzwerks in vollem Umfang und unterzeichne.
Björn Hake
Sportfotograf
Mitglied VDS/DJV
Jens Sitarek | 24. Nov 2008 | Reply
Ich begrüße die Initiative des Sportnetzwerks und kann mich den Forderungen nur anschließen. Überdies frage ich mich, wer hier wirklich einen auf Demagogie macht: DFB = Die Fiese Bande?
Ben Blochwitz | 24. Nov 2008 | Reply
Nach all der Lektüre über den Kampf von dem vermeintlich unbesiegbaren DFB vs. Jens Weinreich, kann ich definitiv den Forderungen des Sportnetzwerkes folgen und unterstütze diese vollkommen. Beängstigend ist die Vorstellung vom Journalismus als Propagandamaschine der Großen und Mächtigen. Diese Bewegung, wenn man das so umschreiben darf, ist nicht nur Ausdruck von Solidarität gegenüber Herr Weinreich, es ist vielmehr eine verstärkte Fortsetzung eines Kampfes gegen einen tief sitzenden Stachel, der im System (Sport-)Journalismus steckt. Ein Kampf für freien Journalismus.
Ben Blochwitz
Student des Studienganges Medien und Kommunikation an Sporthochschule in Köln
Ralf Wiegand | 24. Nov 2008 | Reply
Meine volle Unterstützung!
Ralf Wiegand,
Inlands-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Hamburg
Ludwig Tegelbeckers | 24. Nov 2008 | Reply
Die Forderung des sportnetzwerks unterstütze ich in vollem Umfang und unterzeichne.
Es ist das (unermesslich energie- und nervenaufwändige) Verdienst von Jens Weinreich, den DFB auf die hochnotpeinliche – weil nicht gerade anonyme – Erkenntnis gestoßen zu haben, dass “Kommunikation” 2008 nicht mehr nach Gutsherrenart geführt werden kann.
Kommunikationsherrschaft und Open News – dazwischen liegen buchstäblich Welten. Den DFB kann die Causa Zwanziger ./. Weinreich eigentlich nur weiterbringen. Wenn er will.
Ludwig Tegelbeckers, Prag
Karen König | 24. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderung des Sportnetzwerks in vollem Umfang und unterzeichne.
Karen König
Gunnar Noll | 24. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderungen des Sportnetzwerks völlig und unterzeichne.
Gunnar Noll Student Medienkommunikation Tu-Chemnitz
Jörn Volkers | 24. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne und unterstütze die Erklärung des Sportnetzwerkes.
Jörn Volkers, Bremen
Albrecht Ude | 24. Nov 2008 | Reply
Jens Weinreich hat dfb-Chef theo zwanziger einen unglaublichen Demagogen geheißen. Der dfb ist deswegen nicht nur zweimal vor Gericht unterlegen, sondern er belegt den Vorwurf auch noch via Pressemeldung.
Das ist ein ungeheuerlicher Vorstoss gegen Meinungfreiheit und Pressefreiheit. Und bedenkt man die Asymmetrie – hie eine finanz- und personalstarke Organisation, dort ein freier Journalist – dann ist es auch feige …und damit typisch für eine verderbte Managerkaste, die sich über Kritik erhaben meint.
Ich unterstütze die oben formulierten Forderungen des Sportnetzwerkes.
Albrecht Ude (freier Journalist, DJV-Mitglied)
PS: Dem Kommentar von Sascha Knöchel stimme ich zu.
Claas Michaelis | 24. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Erklärung des sportnetzwerks.
Claas Michaelis, Redakteur der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) Kassel
Tino Meyer | 25. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze Initiative und Forderungen des Sportnetzwerks und unterzeichne. Der Fall “Weinreich vs. DFB” zeigt exemplarisch, wie Sportorganisationen zunehmend kritische Sportjournalisten ins Abseits drängen wollen.
Tino Meyer, Sächsische Zeitung, Dresden
Andreas K. Bittner | 25. Nov 2008 | Reply
“Das sportnetzwerk ist davon überzeugt, dass Journalistinnen und Journalisten dem Druck machtbewusster Sportorganisationen, Sportpolitiker und Wirtschaftsvertreter zu begegnen wissen und sich in kritisch-distanzierter Berichterstattung nicht beirren lassen.”
JAU!
Andreas K. Bittner, freier Journalist
Thomas Mrazek | 25. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Erklärung des Sportnetzwerks.
“Wir halten es für wünschenswert, dass DJV und VDS sich in der Causa klarer als bisher zugunsten eines unabhängigen Journalismus positionieren.”
Das kann ich – als ehrenamtlicher Vorsitzender des Fachausschuss Online im DJV – nur unterstreichen.
Tobias Schächter | 25. Nov 2008 | Reply
Lieber Jens Weinreich,
ich unterstütze die Erklärung des Sportnetzwerkes in der Affäre Zwanziger und unterzeichne. Dass man sich nicht unterkriegen lassen darf, muss ich Ihnen ja nicht sagen.
Beste Grüße
aus Karlsruhe
Tobias Schächter, freier Journalist
Michel Havasi | 26. Nov 2008 | Reply
Ich unterstütze die Forderung des sportnetzwerks uneingeschränkt.
Michel Havasi, Volontär, Lausitzer Rundschau
Wolfgang Pries | 26. Nov 2008 | Reply
Ich unterzeichne und unterstütze die Erklärung des Sportnetzwerkes.
Beste Grüße
aus Dortmund
Wolfgang Pries, freier Bürger
Stephan Tauchmann | 2. Dez 2008 | Reply
Ich unterzeichne diese Erklärung und unterstütze
die Forderungen in vollem Umfang.
Stephan Tauchmann, Kleve
Guus van Holland | 2. Dez 2008 | Reply
Ich unterstütze Initiative und Forderungen des Sportnetzwerks und unterzeichne. Der Fall “Weinreich vs. DFB” zeigt exemplarisch, wie Sportorganisationen zunehmend kritische Sportjournalisten ins Abseits drängen wollen. Grüsse aus Holland, auch nicht immer so frei wie man behauptet.
Guus van Holland, NRC Handelsblad
Jörg Winterfeldt, DIE WELT | 11. Dez 2008 | Reply
Ich schließe mich der Forderung und dem Aufruf des Sportnetzwerkes an.
Ohne Zweifel pflegt Theo Zwanziger sich als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes gern für edle Anliegen einzusetzen.
Doch wirkt erschreckend, wie ein mächtiger Funktionär die ganze Wucht seines Verbandsapparates gerade für persönliche Zwecke einsetzt. Das Imperium schlägt zurück.
Es hat sich einen freien Journalisten ausgesucht, offensichtlich um ein Exempel zu statuieren und möglicherweise gar, weil es ein leichtes Spiel bei der Einschüchterung wähnte, da hinter dem Journalisten kein Großverlag mit einer kompetenten Rechtsabteilung mehr steht.
Besonders unrühmlich scheint der eigentümliche Umgang des Verbandes mit der Wahrheit, den erst ein Gericht monieren musste, bis die offizielle Pressemitteilung in der Sache eine Spur ehrlicher geriet. Nach zwei Pleiten in vorläufigen Verfahren zu argumentieren, als habe es die Richtersprüche nie gegeben, zeugt von einem wahrlich seltsamen Rechtsverständnis – eher so wie: Das Gesetz bin ich.
Ein früherer Verwaltungsrichter, der sich mit geschicktem Netzwerken zum mächtigsten Mann des Deutschen Fußball-Bundes empor gekämpft hat, meint womöglich, sich im reiferen Funktionärsalter eine gewisse Widerspruchslosigkeit verdient zu haben. Das könnte darauf hindeuten, dass sein Umgang mit Medienschaffenden, wie sie Hanns Joachim Friedrichs einst charakterisierte („Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache“), zu selten ist.
Arg erstaunlich scheint zudem, wie ausgerechnet ein Freund der überspitzten Formulierungen – mal vor Mitgliederversammlungen des DOSB („Bach ist die Spitze, ich bin sein hilfreicher Diener“), mal vor Journalistenrunden („Ich werde meine persönliche Ehre nicht auf dem Altar des Amtes opfern“) – nun seine Unfähigkeit zum demokratischen Umgang mit offensiver Rhetorik beweist: „Sollten die Richter entscheiden, dass das Ganze verfassungsrechtlich zulässig ist, werde ich sehr ernsthaft erwägen, ob ich dieses schöne Amt weiterführe.“
Das könnte eine Drohung sein. Aber auch ein Versprechen.
Paul weiler | 23. Feb 2009 | Reply
Warum schreibt ihr nicht mal über FIFA-INSIDER?
Es ist doch SYSTEM ( weiss ich als FIFA PFF EUROPE CONSULTANT ) mit JOURNALISTEN so umzugehen !
Die FIFA ( und der DFB ist stillschweigend teil davon ) versucht doch die Menschen zu eliminieren die FAIR PLAY
fördern !
Michael Rudolph | 24. Feb 2009 | Reply
War es das jetzt damit für Euch, liebe Journalisten? Wie wäre es mit dem hehren Auftrag, Öffentlichkeit herzustellen? Kleiner Hinweis: Jens braucht jetzt wirklich Hilfe.
siehe hier: http://jensweinreich.de/?p=3038
Beste Grüße
Michael Rudolph
(kein Journalist)