sportnetzwerk

die qualitätsoffensive im sportjournalismus

9. März 2010

Neuer Termin: Sportjournalismus-Konferenz im November 2010

Das Vorhaben der zweiten Dortmunder Sportjournalismus-Konferenz ließ sich bis April 2010, wie es geplant war, leider nicht realisieren. Die kleine Truppe – Stefanie Opitz, Angelika Mikus, Jens Weinreich -, die bisher daran gebastelt hat, ist sich einig, das wir nicht irgendeine Konferenz durchführen, sondern eine sehr gute. Wir wollen an das Niveau der Tagung von 2008 anschließen (“Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus”), die überhaupt die erste große Sportjournalismus-Konferenz hierzulande war (so sagen es die Älteren), und die doch vor allem bei Jüngeren einige geradezu euphorische Kommentare auslöste.

Daran wollen wir anknüpfen. Deshalb verschieben wir den Termin.

Die Konferenz wird stattfinden, aber erst am 5./6. November 2010, wieder im Erich-Brost-Haus.

Vorstand und Geschäftsführung des Instituts für Journalistik der TU Dortmund haben den neuen Termin inzwischen bestätigt. Ab April soll es ein Online-Tool geben, wo Anmeldungen, Programmvorschläge und Angebote der Mitarbeit entgegengenommen und gebündelt werden.

18. September 2009

Bitte vormerken: 2. Sportjournalismus-Konferenz im April 2010

Zum Vormerken: Der 1. Sportjournalismus-Konferenz im Februar 2008, der ersten dieser Art überhaupt, folgt demnächst eine zweite Konferenz – am 9. und 10. April 2010. Wieder an der TU Dortmund, wieder eine Kooperation von Institut für Journalistik und sportnetzwerk, wieder geht es um Qualitätssicherung im Sportjournalismus – um was sonst?

Hatten wir die Konferenz vor 19 Monaten noch mit ”Unter Druck” betitelt, so sind wir diesmal geneigt zu fragen:

Wozu brauchen wir in der PR-Gesellschaft noch (Sport)journalisten?

Diese Frage und viele sich daraus ableitende Fragen sind berechtigt. Denn die Kommunikationsherrscher machen doch schon alles selbst – und kaufen dafür gern auch Journalisten ein. Machen wir uns nichts vor: Journalisten sind ersetzbar. Das wird täglich bewiesen. Wir* aber möchten jenen, die sich nicht ersetzen lassen wollen, Anregungen geben. Auch Mut machen, darf man das sagen? Ein bisschen Wissen, Diskussionen und der Blick über den Tellerrand hinaus können gewiss nicht schaden. Wir werden kein Manifest schreiben, sondern praxisnah agieren. Der Workshop-Charakter, den wir schon bei der ersten Konferenz mit 25 Angeboten forciert haben, wird weiter dominieren – diesmal mit mehr Schwerpunkten zum Lokalsportjournalismus, zum Bloggen und mit mehr Möglichkeiten, im Programm auf spannende Debatten und Interessenlagen zu reagieren.

Einige grundsätzliche Themen:

  • Wie können freie Journalisten (und Blogger) Recherchejournalismus finanzieren?
  • Journalismus (und Bloggen) im juristisch bedrohten Raum
  • Crossmediales Arbeiten
  • Computer Assisted Reporting
  • Umgang mit Informationsfreiheitsgesetz(en)

Diese Ankündigung konnte nicht früh genug kommen. Die Eckdaten haben wir am 17. September in Dortmund besprochen und uns dabei an der Umfrage zur Konferenz 2008 orientiert**, nun geht es an die organisatorische und inhaltliche Ausgestaltung, Sponsorengewinnung etc. Ich denke, spätestens Anfang November werden wir ein detailliertes Programmangebot vorlegen. Die Diskussion ist schon mal eröffnet. Ideen, Anregungen und tatkräftige Unterstützung sind jederzeit willkommen.

* Stefanie Opitz, Angelika Mikus, Jens Weinreich – wer mag, kann uns “Projektgruppe” nennen.

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7. Juni 2009

Play the Game in Coventry

Great stories unfold as the sixth conference on sport and society, Play the Game 2009 takes place in Coventry, June 8-12. The full progamme is available here. If you are unable to join the conference, you will still be able to follow some of the interesting debates through live streaming on our streaming page

The greatest stories, at Play the Game 2009

How could 138 million Swiss franc end up in amateur sports leaders’ private bank accounts?
The biggest corruption scandal in sport so far will be analysed by Jens Weinreich, German sports blogger and former sports editor of Berliner Zeitung.

Are anti-doping rules in conflict with human rights and civil liberties?
The Director General of the World Anti-Doping Agency, David Howman, will be challenged by Yves Kummer, president of European Elite Athletes Association, and by Herman Ram, CEO of the Anti-Doping Authority of The Netherlands.

There is a cocaine connection in sport - and the famous Italian anti-doping researcher Alessandro Donati will unveil it as an extension of his groundbreaking research into the illegal sports drugs trade presented at Play the Game 2005.

Three-times Tour de France winner Greg Lemond will give his testimony to the fight against doping, drawing on his expertise as a former elite athlete and a present director in the fitness industry.

Is there a need for a global anti-corruption institution in sport?
This issue will be debated by numerous speakers, including the IOC member and former WADA-president Richard W. Pound, who ten years ago was the driving force in introducing transparency reforms at the IOC.

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15. April 2009

Holger Schück gestorben

Mit Bestürzung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser langjähriger Kollege, Freund und Wegbegleiter Holger Schück für uns alle plötzlich und unerwartet in der Nacht zum Dienstag verstorben ist. Wir sind tief betroffen von seinem Tod.

Alle, die ihn kannten, werden sich an einen warmherzigen, heiteren, kollegialen und engagierten Weggefährten erinnern, in dessen Nähe man sich wohl fühlte. Der Verlust schmerzt uns sehr. Holger wurde nur 58 Jahre alt.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Kerstin, mit der er seit fünf Jahren verheiratet war.

Wir wollen Holger ehrenvolles Andenken bewahren und werden deshalb Traueranzeigen schalten. Wir haben dafür kurzfristig heute ein Konto einrichten können (Unterkonto bei Hajo Seppelt: Deutsche Bank Bonn, Kto. 116520802, BLZ 38070724) und bitten alle, die ihre Verbundenheit mit Holger zum Ausdruck bringen und ihren Namen unter die Anzeige[n] setzen wollen, um einen möglichst zeitnahen finanziellen Beitrag.

Bitte leitet/leiten Sie diese Information an andere Interessierte weiter. Danke im voraus.

Jessica Sturmberg
Hajo Seppelt
Herbert Fischer-Solms

Nachruf auf Holger Schück in der Zeitung Der Tagesspiegel von Robert Ide

1. März 2009

DFB ./. Jens Weinreich: Spendenaufruf

In der juristischen Auseinandersetzung mit dem Deutschen Fußball-Bund und dessen Präsidenten Theo Zwanziger hat Jens Weinreich, Mitbegründer des sportnetzwerks, bislang vor Gerichten in Berlin und Frankfurt am Main fünf Siege eingefahren. Vier Beschlüsse und ein Urteil für Weinreich – Null für den DFB. Doch der steinreiche Verband geht immer weiter, setzt auf Zeit und Geld. Und Weinreich, kürzlich als Sportjournalist des Jahres und Onlinejournalist des Jahres ausgezeichnet, kann die Auseinandersetzung nicht mehr finanzieren. Er hat auf seinem Blog zu Spenden aufgerufen. Der Aufruf wird von prominenten Bloggern wie Stefan Niggemeier, Thomas Knüwer und Sascha Lobo und auf vielen anderen Blogs unterstützt.

Jens Weinreich schreibt u. a.: weiter lesen »

9. Januar 2009

IHF verweigert Erik Eggers die WM-Akkreditierung

Eigentlich wollte sich der freie Journalist Erik Eggers kommende Woche auf die Reise zur Männer-WM nach Kroatien begeben. Eggers, der größte journalistische Kritiker von Moustafa (wer es noch nicht getan hat, sollte unbedingt seine Geschichten nachlesen), hat bislang von vier Weltmeisterschaften (Frauen und Männer), zwei Olympiaturnieren und drei Europameisterschaften berichtet. Als er nun noch einmal in das Online-Akkreditierungssystem auf der WM-Webseite schaute, staunte er sehr über das, was er dort lesen musste:

“Sorry, your request has been rejected”

Keine Frage, dass diese “Nachricht” mit der Berichterstattung von Erik Eggers zu tun hat. Gerade hat er wieder über Versäumnisse der IHF geschrieben, diesmal über Versäumnisse in der Dopingbekämpfung. Erik Eggers hat sich telefonisch in der IHF-Zentrale beschwert und schickt eine Depesche hinterher. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich Journalisten auf seine Seite schlagen und die IHF bzw. ob Moustafa einknickt.

Einen ähnlichen Fall gab es vor exakt drei Jahren vor der Fußball-WM in Deutschland, als Fifa-Vizepräsident Jack “The Ripper” Warner dem famosen Kollegen Lasana Liburd die Akkreditierung verweigern wollte. Damals haben Protestnoten dazu beigetragen, dass Lasana doch nach Deutschland durfte. Mehr dazu hier.

23. November 2008

Affäre Theo Zwanziger: DFB-Präsident tauscht Pressefreiheit gegen Diffamierung

Das sportnetzwerk fordert Widerruf von Theo Zwanziger

Die im sportnetzwerk, der Qualitätsoffensive im Sportjournalismus, verbundenen Journalisten, Wissenschaftler und Sympathisanten fordern den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, unverzüglich mit einer öffentlich wahrnehmbaren und eindeutigen Geste die Diffamierung des sportnetzwerk-Mitgründers Jens Weinreich zu beenden.

Jens Weinreich – Wächterpreisträger, Buch- und Filmautor, international anerkannter Experte für Sportpolitik, langjähriger Sportchef der Berliner Zeitung – wurde vom DFB am 14. November in einer bislang beispiellosen Art und Weise verleumdet. Nachdem der DFB in der rechtlichen Auseinandersetzung um einen Blog-Kommentar von Weinreich zu Zwanzigers Äußerungen gegen Pläne des Bundeskartellamtes und die Formulierung, Zwanziger sei ein „unglaublicher Demagoge”, vor dem Landgericht und dem Kammergericht Berlin unterlegen war, verbreitete der DFB eine Pressemitteilung, in der diese Gerichtsbeschlüsse verschwiegen wurden. Stattdessen wurde Jens Weinreich vom DFB-Präsidium, vom DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und vom DFB-Pressesprecher Harald Stenger mit Unwahrheiten und diffamierenden Behauptungen überzogen. Generalsekretär Niersbach hat mehr als 100 Exponenten der Sportpolitik – unter ihnen DOSB-Präsident Thomas Bach, die Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses sowie die Spitzen von DFB und Deutscher Fußball-Liga (DFL) – aufgefordert, die Diffamierungen „argumentativ zu verwerten”.

Dieses gezielte Einwirken auf Weinreichs Berufsumfeld ist ein Versuch, das in diesem Fall zweifach juristisch bestätigte Grundrecht auf Meinungsfreiheit auszuhebeln. Es ist eine Handlungsanweisung zur Aushöhlung der Pressefreiheit.

Theo Zwanziger rechtfertigt diese Aktion weiterhin. Wahrheitswidrig behauptete er an diesem Wochenende, der DFB habe die Gerichtsbeschlüsse “nie verschwiegen”. Dass Jens Weinreich sie öffentlich machte, deutete der frühere Richter zu “Angriffen” um.

Aidan White, Generalsekretär des Internationalen Journalistenverbandes (IFJ), hat das Vorgehen des DFB bereits am 18. November in scharfer Form verurteilt: als „schockierendes Beispiel für die Einschüchterung eines Journalisten, der eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse aufgegriffen hat”. Unter dem Druck dieser Resolution und dem Druck der Öffentlichkeit haben der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) den DFB aufgefordert, er solle diese „Auseinandersetzung beilegen” und Jens Weinreich nicht „öffentlich anprangern”.

Wir erwarten, dass das DFB-Präsidium und sein Präsident Theo Zwanziger die Pressemitteilung vom 14. November unverzüglich widerrufen, diese Pressemitteilung von der Homepage des DFB zurückziehen und sämtliche Empfänger über diesen Widerruf und über die vorliegenden Gerichtsbeschlüsse informieren.

Wir halten es für angebracht, dass das DFB-Präsidium und sein Präsident Theo Zwanziger gegenüber Jens Weinreich in angemessener Form Bedauern über die Pressemitteilung zum Ausdruck bringen.

Wir halten es für wünschenswert, dass DJV und VDS sich in der Causa klarer als bisher zugunsten eines unabhängigen Journalismus positionieren.

Wir würden es begrüßen, sollte der VDS das Agieren der für die Pressemitteilung verantwortlichen VDS-Mitglieder Wolfgang Niersbach und Harald Stenger thematisieren.

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9. Juli 2008

Neue Webseite für Peking-Berichterstattung

Ich übernehme einfach mal eine Meldung von Play the Game. Jens Sejer Andersen hat sich etwas ausgedacht, das alle Peking-Berichterstatter interessieren sollte, eine neue Webseite, gemeinsam mit der International Federation of Journalists (IFJ):

IFJ and Play the Game launch website to assist Olympic journalists

Via Play the Game for open journalism the International Federation of Journalists  and the world conference Play the Game launch a helpline and a website to support thousands of foreign journalists in Beijing.

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20. Mai 2008

“Rückbesinnung auf Fair Play”

Die ver.di-Zeitschrift “M” (Menschen machen Medien) widmet sich nicht zum ersten Mal in einem Schwerpunktthema dem Sportjournalismus. Die Texte stammen von Günter Herkel, dazu gehört auch ein Interview mit Grit Hartmann. Schade eigentlich, dass unsere Dortmunder Konferenz nicht erwähnt wurde (oder habe ich etwas übersehen?), zumal etliche Zitate und Argumente von dort stammen.


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9. Mai 2008

Die Rolle des Sportjournalismus bei politischen Spielen

Vortrag von Thomas Hahn auf der Tagung der Macromedia-Fachhochschule für Medien in München am 5. Mai 2008: “Olympische Spiele in China – wie frei können wir berichten”. Die Veranstaltung stand im Rahmen des Welttages für Pressefreiheit, weitere Referenten waren die Asienexpertin von Amnesty International, Verena Harpe, die langjährige ARD-China-Korrespondentin Eva Corell, der ARD-Teamchef für Peking, Alexander Bleick, und der UNESCO-Vertreter Dieter Offenhäußer.

Die Rolle des Sportjournalismus bei politischen Spielen

Es wird Sie hoffentlich nicht überraschen, dass sich manche Sportjournalisten von Zeit zu Zeit so ihre Gedanken machen. Und zwar nicht nur über die Frage, ob der Elfmeter nun einer war oder nicht, oder über irgendwelche Medaillenbilanzen. Sondern über den Sport an sich. Was ist das, der Sport? Was bewirkt er? Sagt der Sport was? Und wenn er was sagt, wem sagt er was? Wieso sagt er das, was er sagt? Und: Was haben wir als Sportjournalisten über das zu sagen, was der Sport sagt? Welche Rolle spielen wir in diesem seltsamen allwöchentlich fortlaufenden Drama, das wir Sport nennen, das ein Geschäft ist und scheinbar doch ein bisschen mehr als das, weil sich sonst wohl kaum so viele Mitglieder der Gesellschaft dafür interessieren würden, Normalbürger aller Klassen, Wissenschaftler, Kulturschaffende, Unternehmer, nicht zuletzt die höchsten Politiker. Und weil es sonst wohl auch nicht hieße, es sei gesund für Körper und Geist der Jugend, wenn sie den sogenannten Vorbildern aus dem Sport nacheifere.

Journalistisch betrachtet ist der Sport ein besonderes Ressort. Manche behaupten sogar, ein besonders schwieriges Ressort. Er ist ein Ressort zwischen Unterhaltung und Wahrheit. Wir schauen in den Fernseher und glauben, dort den Sport zu sehen. In Wirklichkeit sehen wir nur den kleinen, flimmernden Ausschnitt von dem Sport, der unser Grundbedürfnis nach Zerstreuung befriedigt. Es gibt Sportjournalisten, denen dieser Ausschnitt reicht. Die haben es einfach. Die vergessen die Welt ums Stadion und alle Einflüsse, die hinterfragen wenig und folgen gehorsam dem Schauspiel. Diese Sportjournalisten sind die willkommenen Helfer der Sportunterhaltung und der Industrie, die um den Sport entstanden ist. Durch sie funktioniert der Handel mit künstlichen Mythen und Heldengeschichten immer präzise und ohne Widerrede. Durch sie wird der Sport zu einer nicht ganz billigen, aber höchst effektiven Werbebühne für Wirtschaft und Politik. Weil in ihrer Berichterstattung der Sport zuverlässig als Schauplatz positiv belegter Werte wie Jugendlichkeit, Fairness oder Völkerverständigung erscheint und immer unbelastet bleibt von irgendwelchen politischen oder sonst wie kritischen Aussagen. Schließlich sehen diese Sportjournalisten im Sport nur den Wettkampf, keine Ausdrucksform mit Inhalt, wie sie etwa das Theater darstellt. Der Sport ist in ihren Berichten schön und doof. weiter lesen »

9. Mai 2008

Message-Werkstattheft zum Sportjournalismus

message-werkstatt-spojo-cover-042008-kl.jpgEtwas verspätet diese Ankündigung: Dem Heft 2.2008 der internationalen Journalismus-Fachzeitschrift Message, erschienen Mitte April, liegt ein 16 Seiten umfassendes Werkstatt-Heft zum Sportjournalismus bei.

Aus dem Inhalt: Rechercheleitlinien, Dopingrecherche, Borussia-Dortmund-Enthüllung, Buchtipps, Linktipps.

Autoren: Sebastian Krass, Erik Eggers, Michael Reinsch, Freddie Röckenhaus, Thomas Kistner, Andrew Jennings, Jean François Tanda, Michael Haller, Jens Weinreich.

Das sportnetzwerk hat einige Exemplare zu Sonderkonditionen gesichert. Bei Interesse bitte per Email melden.

9. Mai 2008

Buchen!

Ein Programmhinweis: Das Jahrestreffen des Vereins Netzwerk Recherche am 13./14. Juni 2008 in Hamburg sollte man sich nicht entgehen lassen.

13. April 2008

Haftstrafe für Hu Jia

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Wie befürchtet hat die chinesische KP-Justiz den Bürgerrechtler Hu Jia wegen angeblich “umstürzlerischer Machenschaften” und des “Aufrufs zur Untergrabung der Staatsgewalt” zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Dazu einige Links: Unsere Dortmunder Erklärung zur Freilassung von Hu Jia. Texte von Grit Hartmann in der Financial Times und in der Berliner Zeitung. Die Zeit, SZonline. Ein Interview im Deutschlandfunk über Hu Jia, China, freien Journalismus, Blogs und das Internet:

:

27. Februar 2008

Drei Bewerber für Play the Game 2009

ptglogovertical.jpgDie Universität Coventry, die spanische Sportorganisation Blume (in Gran Canaria) und, nun ja, das sportnetzwerk wollen die Welt-Kommunikationskonferenz Play the Game 2009 ausrichten. Da sind wir wohl nur Außenseiter. Aber egal, auch diese Chance wollen wir nutzen. Play the Game teilt heute mit:

European breakthrough for Play the Game

Applicants from the United Kingdom, Germany and Spain vie to host Play the Game in 2009 weiter lesen »

24. Februar 2008

nächste Projekte

Hier können Sie über die Projekte des sportnetzwerks diskutieren und ihr Interesse zur Mitarbeit signalisieren. Bücher, Workshops, Konferenzen, Jahrestagungen – und als großes Ziel: die Ausrichtung der verdienstvollen Konferenz Play the Game in Deutschland. Nur zu, nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrages oder schreiben Sie an redaktion@sportnetzwerk.eu.

Bewerbung um Play the Game 2009

sportnetzwerklogo-3.gifZunächst das ganz große Vorhaben: Die Gründer des sportnetzwerks haben dem Board der Kommunikationskonferenz Play the Game am 21. Februar eine Bewerbung für die Ausrichtung von Play the Game übermittelt: im Jahr 2009 oder zu einem späteren Zeitpunkt.

In dieser declaration of interest heißt es u. a.:

sportnetzwerk, a network connecting some 900 journalists, scientists and students, hereby declares its willingness and intention to host the conference Play the Game in 2009, or the year after, in Germany. The favourite host city would be Berlin.
sportnetzwerk was founded in December 2005 and was, from the very beginning, inspired by the ideas Play the Game is transporting. The organization tries to raise the standards of sports journalism and offers a platform for sport journalists and scientists alike. It is also strongly dedicated to improving the quality of journalists’ training. sportnetzwerk hopes to create transparency in sports and encourages investigations into areas beyond commercial sport.
sportnetzwerk is strongly dedicated and full of ideas, energy and contacts to hosting the event. We are ready to co-operate with other interested parties to organize the Play the Game Conference in Germany.

Jahrestagungen des sportnetzwerks – die nächste Konferenz

Die Ausrichtung eines sportjournalistischen Jahrestreffens nach dem Vorbild der Kollegen vom Netzwerk Recherche, die alljährlich im Juni eine hochkarätige Veranstaltung in Hamburg organisieren, hat das sportnetzwerk von Beginn an geplant. Die Konferenz von Dortmund soll erst der Anfang sein. Für 2009 ist ebenfalls eine Konferenz geplant – womöglich sogar als Play the Game No. 5 in Berlin?

regelmäßige Workshops, Seminare

Die nächsten Eintagesseminare nach dem Vorbild unseres China-Workshops vom Januar soll es im Herbst 2008 geben. Die favorisierten Themen sind:

  • Lokalsport
  • Die Online-Revolution, Blogs
  • Rechercheseminar, u. a. Computer Assisted Reporting (CAR)
  • Das Los der Freien

Institutionalisierung, Gründung eines Vereins oder Verbandes?

In den ersten heißen Wochen der Qualitätsdiskussion, die das sportnetzwerk im Dezember 2005 angestoßen hat, haben wir schon einmal darüber diskutiert, ob es sich lohnt, diese Interessensvereinigung, dieses Netzwerk, zu einem Verein zu machen, um Beiträge und Spenden zu akquirieren und somit unsere Vorhaben finanzieren zu können. Diese Überlegung stellen wir hier erneut zur Diskussion.

23. Februar 2008

Dokumentation der Sportjournalismus-Konferenz

impress-kl.jpgDas komplette Programm mit Berichten, Präsentationen, Dokumenten und zahlreichen weiterführenden Links steht jetzt online. Da die Suchfunktion hier momentan nicht funktioniert (vielleicht kann jemand mit fortgeschrittenen Wordpress-Kenntnissen helfen?), kämpfen Sie sich zu den einzelnen Blogeinträgen am besten in der Sidebar (rechts) oder über die Übersicht “Dortmund-Konferenz 2008″ in der Navigationsleiste (oben) durch. Dort finden Sie auch eine Übersicht der Medien-Berichterstattung inklusive der Radiobeiträge zum Gleich-Hören. So wie hier:

:

20. Februar 2008

Umfrage zur Konferenz in Dortmund

unter-druck-programm-konferenz-kl.jpgWir haben am Schlusstag der Sportjournalismus-Konferenz den Teilnehmern einige Fragen gestellt. Hier eine Zusammenfassung der Reaktionen. Es darf weiter diskutiert werden. Nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion. Danke. weiter lesen »

17. Februar 2008

Goodbye Dortmund

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aktualisiert 21. Februar 2008

Ausnahmsweise mal nicht als “admin”, sondern unter meinem Namen: Es soll schließlich ein ganz persönliches Dankeschön sein, an alle, die sich rund um und für diese Dortmunder Konferenz engagiert haben. Damit ist jeder Teilnehmer gemeint, besonders natürlich: Stefanie Opitz und ihr Team vom Institut für Journalistik der TU Dortmund. Es hat riesigen Spaß gemacht. Es war: beeindruckend. Und das ist wahrlich zurückhaltend formuliert.

David Walsh sagte zum Abschied:

Eine solche Intensität der Diskussion, ein so großes Interesse habe ich noch nicht erlebt.

Er hat übrigens schon viel erlebt. Voila, mit diesem Urteil kann man leben.

In den nächsten Tagen wird man hier und auf der Webseite des IfJ (dort sind schon einige Artikel und Fotos veröffentlicht) lesen, sehen und hören können, was so alles passiert ist in Dortmund auf der zweitägigen Konferenz “Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus”. Etwa 160 Studenten, Wissenschaftler und Journalisten von rund 70 Medien haben zum Erfolg der Veranstaltung im Erich-Brost-Haus beigetragen. Genaueres später. Wer jetzt schon mehr lesen will, der sollte nebenan vorbei schauen:

Beim Deutschlandfunk, in der Sendung “Markt und Medien”, kann man  reinhören:

reinhören

Oder hier, 27 Minuten Sportgespräch des Deutschlandfunks zur Konferenz:

:

WDR-Medienmagazin Texte, Töne, Bilder (von 0:55 bis 05:50 min):

:

Eldoradio

:

Und dann natürlich: Die Resolution für die Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers Hu Jia wollen vielleicht auch Sie unterschreiben?

epd Medien berichtet, via Hamburger Abendblatt

Der Schlussakkord aus Dortmund: Drei Themen für einen Workshop im Herbst 2008 stehen derzeit zur Auswahl:

  • Das Los der Freien
  • Die Online-Revolution
  • Lokalsport

Nur mal so: Hat jemand Interesse?

16. Februar 2008

Dortmunder Erklärung

sportnetzwerk fordert die Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers Hu Jia

Die im sportnetzwerk verbundenen Sportjournalisten wenden sich gegen zunehmende Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Sie protestieren gegen die Willkürmaßnahme, den Bürgerrechtler Hu Jia unter Subversionsanklage in Haft und seine Frau Zeng Jinyan mit ihrem Baby unter Hausarrest zu halten. Hu Jia hatte bei einer Anhörung des Europäischen Parlaments die Verstöße der kommunistischen Machthaber gegen geltendes chinesisches Recht und gegen die Olympische Charta offen gelegt.

Wir fordern die Freilassung von Hu Jia, ebenso das Ende der Repressalien gegen die zahlreichen in Zusammenhang mit den Pekinger Sommerspielen verfolgten chinesischen Bürger.

Wir fordern vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC), die chinesische Führung zur Abkehr von dieser menschenverachtenden Politik zu drängen.

Den Präsidenten des DOSB und Vizepräsidenten des IOC, Dr. Thomas Bach, fordern wir auf, seine offensichtlich von Wirtschaftsinteressen in China bestimmte Haltung aufzugeben und stattdessen im Sinne des vom DOSB-Präsidium im Mai 2007 verabschiedeten Menschenrechtspapiers für Peking 2008 zu handeln.

Dortmund, den 16. Februar 2008

Die Unterzeichner:

  1. Guus van Holland (Niederlande)
  2. Steffen Andritzke
  3. Martin Krauss
  4. Ronny Blaschke
  5. Ralf Meutgens
  6. Frank Zöllner
  7. Claas Michaelis
  8. Robin Lipke
  9. Jochen Leufgens
  10. Daniel Klager
  11. Jakob Drechsler
  12. Wolfgang Hettfleisch
  13. Robert Kempe
  14. Jon Mendrala
  15. Jens Weinreich
  16. Benjamin Blochwitz
  17. Florian Riesewieck
  18. Alfred Schwarzmeier
  19. Andreas Bischof
  20. Christian Mixa
  21. Achim Muth
  22. Sandra Schmidt
  23. Jürgen Kalwa
  24. Stefan Rüter
  25. Hendrik Baumann
  26. Alexander Fabian
  27. Steffen Dobbert
  28. Thomas Pfeiffer
  29. Günter Herkel
  30. Sebastian Krass
  31. Herbert Fischer-Solms
  32. David Walsh (Irland)
  33. Florian Wichert
  34. Allon Sander (Israel)
  35. Fabian Schmidt
  36. Lukas Eberle
  37. Christine Eisenbeis
  38. Julius Richter
  39. Jens Witte
  40. Dominik Sinnreich (Österreich)
  41. Thomas Kistner
  42. Andrew Jennings (England)

Sie können die Erklärung, die dem IOC, dem DOSB und den deutschen Nachrichtenagenturen zugehen soll, gern unterzeichnen, nutzen Sie dazu einfach die Kommentarfunktion.

Weitere Informationen: amnesty international

Meldung im Hamburger Abendblatt

16. Februar 2008

Die Inszenierung der Medienwirklichkeit

Propaganda und Demokratie – das muss kein Widerspruch sein, erst recht nicht in der Sportpolitik. Grit Hartmann skizzierte das Bild eines Systems, das zum Zwecke der Selbsterhaltung tarnt, täuscht und trickst. Und wie schnell Journalisten ihm auf den Leim gehen können. weiter lesen »